Kurzwaffenschießen

Unter dieser Überschrift hatte der Oberschützenmeister zu einer Veranstaltung am 28. April eingeladen, die sich an Jäger und Sportschützen gleichermaßen wandte. Wer aber erwartete hatte, es fände ein Vergleichskampf mit Siegern, Platzierten und Erinnerungsgaben statt, der irrte.

Auf der Schießanlage Atzumer Busch (SAB) in Wolfenbüttel auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne war es unter der Leitung von Polizeikommissar Joachim „Charly“ Böhme – einem vielfachen Landesmeister -  ein Lehrgang über den versierten Umgang und  die Handhabung von Faustfeuerwaffen, besondere Arten des Zielens und eine intensive Information über die verschiedensten Munitionsarten , die bei Pistolen und Revolvern verwendet werden. Es sollte eine für den Jagdbetrieb ausreichende Schießfertigkeit auf Fangschussentfernung erlagt werden. Es ging also darum, den Teilnehmern in verschiedenen Situationen das richtige Verhalten, das Anvisieren mit und ohne Kimme und Korn und das Schießen aus der Bewegung heraus zu erklären und zu trainieren.

Die angenommene Streßsituation -  bei der Nachsuche stößt der Jäger auf ein angeschossenes Stück und ist gezwungen, auf kurze Distanz die Kurzwaffe einzusetzen – ist keineswegs irreal und genau hier konnten auch erfahrene Jäger noch wertvolle Hinweise aufnehmen. Auch das Abgeben mehrerer Schüsse kann beim Verfehlen mit dem ersten Schuss unter Umständen lebensrettend sein. Und immer wieder die -eigentlich selbstverständlichen – Sicherheitshinweise, die gerade in angespannten Situationen von besonderer Bedeutung sind.

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung die in durchaus lockerer, aber sehr disziplinierter Weise ablief. Alle Teilnehmer betonten sehr positiv in einer Abschlussbesprechung, in der das persönliche Urteil und die mitgenommene  Erfahrung   abgefragt wurde, wie sinnvoll und wertvoll dieser Tag gewesen ist. Ein besonderer Dank der Teilnehmer geht an Manfred Rau, der das vermittelt hat und an den hervorragenden „Lehrer“ Charly Böhme.